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Traditionelles Leinen lebt

Aktualisiert: 1. Sept.

25. Oberlausitzer Leinentage in Rammenau hat viele Besucher angelockt



Die sächsische Oberlausitz wird seit Jahrhunderten mit der Leinenproduktion in Verbindung gebracht. Nicht zuletzt zeugen die Umgebindehäuser in diesem östlichsten Teil Deutschlands von dieser traditionellen textilen Branche.


In der industriellen Produktion spielt die traditionelle Leinenproduktion in Deutschland schon viele Jahre keine wirtschaftliche bedeutende Rolle mehr. Mit der Insolvenz einer der letzten in Deutschland existierenden Leinenwebereien, der Leinenweberei Hofmann GmbH in Neukirch ist dies nun abschließend weitgehend besiegelt.


Dass das Leinen aber in der Gesellschaft weiterlebt, belegt das große Besucherinteresse an den 25. Oberlausitzer Leinentagen am vergangenen Wochenende im Oberlausitzer Ort Rammenau.

Über 7000 Besucher ließen es sich auch bei eingetrübtem und regnerischem Wetter nicht nehmen, sich an einer Vielzahl an Verkaufsständen mit vorrangig regionalen Leinenprodukten einzukleiden oder sich mit traditionellen Raumtextilien auszustatten.


Tradition und Innovation standen in Rammenau Seit an Seit. In einer Sonderausstellung des Sachsen-Leinen e.V. konnte man sich über neue, meist technische Anwendungen von Leinen, Hanf, Wolle & Co. informieren. Neben Formteilen für den Fahrzeug- und Luftfahrzeugbereich konnten Naturfaserentwicklungen aus dem Skibereich, Flachstapeten und andere meist nichttextile Produkte angeschaut werden.


Dass die Naturfaserproduktion in der Region unter neuen Vorzeichen eine Zukunft hat, beweist die Initiative dreier junger Frauen aus Zittau, die die Gründung der Hanffaser Oberlausitz e.G. vorbereiten, in der ab 2024 Baustoffe aus Hanf produziert werden sollen und ihr Vorhaben ebenfalls in der Sonderausstellung der Region vorgestellt haben.




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