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CLIENT II Forschungsvorhaben Kashemp startet

Aktualisiert: Feb 4



Die Nachhaltigkeit in der Texilindustrie - ein viel diskutiertes Thema.

Können synthetische Textilien nachhaltig sein? Die Antwort von Experten wird sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn sie auf Grundlage landwirtschaftlicher Rohstoffe hergestellt werden, teilweise schon.

Ist ein Textil aus Baumwolle nachhaltig? Könnte man auf den ersten Blick vermuten, da Baumwolle auf dem Feld wächst und nach der Nutzung (zumindest meist theoretisch) in den Stoffkreislauf zurückgeführt wird. Gegen die Nachhaltigkeit der Baumwollnutzung spricht der enorme Wasserverbrauch der Pflanze in der Hauptwachstumsperiode, was zum Beispiel in Mittelasien zum Austrocknen des Aralsees führte. 

Im Forschungsprojekt Kashemp werden sich ab Januar 2019 deutsche, kasachische und kirgisische Partner mit einem nachhaltigen Textilrohstoff beschäftigen - Faserhanf.

Im Gegensatz zu Baumwolle ist der Faserhanf durch seine tiefe Pfahlwurzel in der Lage, Wasserressourcen auch aus tieferen Bodenschichten zu nutzen, ohne auf Zusatzbewässerung angewiesen zu sein.

Im Projekt KASHEMP steht der Anbau, die Gewinnung und textile Verarbeitung von Faserhanf in südkasachischen Baumwollanbaugebieten im Mittelpunkt.

Ziel ist es, für die dortige Textilindustrie eine wirtschaftlich tragfähige und ökologisch nachhaltige Rohstoffalternative zu schaffen. Das BMBF Projekt, gefördert über das Programm CLIENT II, wird sozial-ökologische Aspekte in Mittelasien mit der Erschließung wirtschaftlicher Potenziale auch für deutsche Unternehmen verbinden. So soll neben dem deutschen Maschinenbau auch die Textilindustrie durch einen neuartigen Textilrohstoff von dem Vorhaben profitieren.



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