2026 - Aufbruch in der Naturfaserbranche
- Torsten Brückner
- vor 3 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Das Jahr ist noch jung - und in der Naturfaserbranche zeichnen sich bereits klare Entwicklungen ab.
Während in vielen Regionen noch vieles in Bewegung ist, wird es in Mitteldeutschland zunehmend konkret.
In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen entstehen wichtige Bausteine für den weiteren Ausbau der Naturfaser-Wertschöpfung: neue Anlagen, ausgeweitete Produktionen und technologische Weiterentwicklungen - von der Faser bis zum Halbzeug.
Im südlichen Sachsen-Anhalt steht bei der Hanffaser Geiseltal e.G. die Installation einer neuen Aufschlussanlage für Wirrfasern bevor. In Thüringen baut die VogtlandFaser GmbH in Zeulenroda ihre Kapazitäten für technische Kurzfasern weiter aus. Die FUSE GmbH nimmt in Zwenkau in Kürze die Produktion von UD-Tapes sowie die Langfaserproduktion für Hanf und Leinen auf.
Auch im Erzgebirge und in Mittelsachsen wird intensiv an der Weiterentwicklung naturfaserbasierter Verfahren gearbeitet. Die FARMHUS GmbH treibt in Mittelsachsen ihr Feldentholzungsverfahren zur Gewinnung textiler Kurzfasern weiter voran.
Parallel dazu kommt auch auf Projektebene Bewegung in die Region. Der Sachsen-Leinen e.V. wird in den kommenden Wochen eine neue Marktstudie zu Naturfasern vorstellen. Als Verband arbeiten wir zudem an mehreren praxisnahen Vorhaben - darunter hempdata zur digitalen Qualitätsoptimierung im Hanfanbau sowie die Weiterentwicklung unserer Bioleinen-Versuche.
Ein zentrales Thema bleibt der Wissenstransfer und die engere Zusammenarbeit unter unternehmerischen Akteuren - technologisch wie politisch. Trotz unruhiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gibt es gute Gründe für Optimismus: Nachhaltige Industrieproduktion zählt weltweit zu den wichtigsten Zukunftsfeldern, und der Bedarf an technologisch differenzierten Lösungen wächst.
Ein spannendes Jahr liegt vor uns.





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