Veröffentlichung der Studienergebnisse
Rund 100 Menschen, viele Gespräche und eine Frage, die uns alle beschäftigt:
Wie bringen wir Naturfasern in Deutschland stärker in die Wertschöpfung?
Auf dem Gelände der FUSE GmbH kamen Menschen aus Landwirtschaft, Industrie, Forschung, Verbänden und Politik zusammen, um über die Zukunft von Faserpflanzen und Naturfasern zu sprechen.
Anlass war die Veröffentlichung unserer neuen Marktstudie: "Marktstudie zur Naturfaserbranche in Deutschland und Europa - Quo vadis Faserpflanzenanbau und Naturfasernutzung".
Diese Studie haben wir gemeinsam mit der Hochschule Bremen und der nova-Institut GmbH erarbeitet, 13 Jahre nach den letzten großen Untersuchungen der Branche.
Wie vielfältig die Perspektiven sind, zeigte die Podiumsdiskussion u.a. mit Thomas Schink (Vogtlandfaser), Tim Natzschka (Norafin Group), Prof. Jörg Müssig (Hochschule Bremen) und Priska Fronemann.
Eine Erkenntnis zog sich ziemlich deutlich durch den Tag:
Es ist nicht nur eine Frage der Technik.
Wenn wir nach Frankreich und Belgien schauen, sehen wir, was möglich ist, wenn eine Branche über viele Jahre gemeinsam Strukturen aufbaut.
Landwirtschaft. Faseraufbereitung. Maschinenbau. Verarbeitung. Verwertung von Nebenprodukten. Industrie. Forschung. Politik.
Dort greifen viele dieser Bereiche ineinander. Zusätzlich lassen sich durch die Organisation in Kooperativen von bis zu 1000 Landwirtschaftsbetrieben die Risiken des Anbaus deutlich besser tragen.
In Deutschland arbeiten wir dagegen noch zu oft auf kleinen Inseln.
Jeder versucht, seinen Teil der Wertschöpfungskette voranzubringen, während im Tagesgeschäft für Kooperation und den Aufbau gemeinsamer Strukturen häufig kaum Zeit bleibt.
Vielleicht war deshalb das Wichtigste gestern gar nicht nur das, was vorne präsentiert wurde. Sondern das, was danach und dazwischen passiert ist.
Menschen kamen miteinander ins Gespräch, diskutierten die Ergebnisse, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte.
Neben wichtigen Akteuren aus dem sächsischen Landwirtschaftsministerium und der Wirtschaftsförderung Sachsen waren auch einige andere spannende Initiator:innen rund um das Thema Naturfaser vor Ort.
Mit dabei waren u.a. Eva Howitz mit einem Buch über die Herkunft von Kleidung, Cornelia Simon von enywear mit nachhaltiger Arbeitskleidung aus Hanf und Carsten Hänsel von hanfhuette.com I Hanfspezialitäten als Geschenkidee mit leckeren Spezialitäten aus Hanf.
Genau solche Treffen brauchen wir, wenn aus einzelnen guten Projekten langfristig eine starke Naturfaserwirtschaft entstehen soll.
Weniger Inseln. Mehr Zusammenarbeit.
In den kommenden Wochen werden wir hier noch mehr über die Details der Studie berichten.
Ab November steht die Studie zum Download bereit (Link folgt im späteren Post).
Dieses Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und begleitet von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) .





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