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  • kaykoelzig

Leinenweberei Hoffmann erhält neue Eigentümer

100 Jahre alter Traditionsbetrieb aus Insolvenz gerettet


Auch wenn das Interesse am klassischen Leinen ungebrochen ist, die Oberlausitzer Leinentage haben das Ende August wieder unter Beweis gestellt, ist die industrielle Fertigung traditionellen Leinens unter deutschen Produktionsbedingungen schwierig. Wenn der Leinenanbau und die Fasergewinnung in der Oberlausitz schon seit den 70er Jahren nicht mehr realisiert wird und die Leinenspinnerei Hiltex in Hirschfelde nach der Jahrtausendwende die Produktion einstellen musste, war es die Herstellung von Leinengewebe, welches in der Region noch existent war. 


In diesem Jahr mussten die Leinenweberei Hoffmann, als führender Leineweber der Region und Gründungsmitglied von Sachsen-Leinen e.V. wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Insolvenz anmelden. Umso erfreulicher die Nachricht, dass für das Fortbestehen des Unternehmens Investoren gefunden werden konnten, die die Produktion weiterführen werden. 


Im November wurde die Leinenweberei von zwei neuen Eigentümern übernommen. Eine gute Nachricht für die 17 Beschäftigten, die nun die Tradition des Leinenwebens fortführen können. Gleichzeitig sind zudem Erneuerungen geplant wie eine Überholung der Homepage und des Onlineshops sowie nachhaltige Zertifizierungen der Produktion. Der neue Co-Gesellschafter Wigmar Bressel bekundet auch Pläne, sich neuen innovativen Technologien zu öffnen bis hin zu der Überlegung, die vorgelagerte Produktionskette wieder mehr in die eigene Region zu holen.


Foto: Wigmar Bressel

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