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  • AutorenbildSina Mertens

Industriehanf und nachhaltige Landwirtschaft: Bundesminister Özdemir kündigt Gesetzesänderung an

Aktualisiert: 27. Mai

Torsten Brückner, Vorstandsvorsitzender des Sachsen-Leinen e.V. im Gespräch mit Cem Özdemir auf dem Parlamentarischen Abend der Cannabiswirtschaft

In einem wegweisenden Schritt hat Bundesminister Cem Özdemir am 14.5. 2024 auf dem Parlamentarischen Abend des Bundesverbandes Cannabiswirtschaft e.V. im Haus der Ernährungswirtschaft in Berlin eine bedeutende Gesetzesänderung angekündigt, die die Nutzung von Industriehanf in Deutschland fördern soll. Diese Ankündigung unterstreicht die wachsende Anerkennung der vielfältigen Vorteile von Hanf für Umwelt und Wirtschaft.




Gesetzesänderungen zur Förderung von Industriehanf

Bundesminister Özdemir hat klargestellt, dass die geplanten Gesetzesänderungen darauf abzielen, den Anbau und die Nutzung von Industriehanf zu erleichtern. Dies umfasst unter anderem:


  1. Reduzierung bürokratischer Hürden: Der Abbau komplexer bürokratischer Anforderungen soll Landwirten den Anbau von Hanf erleichtern und somit die Produktion steigern.

  2. Förderung der Forschung: Investitionen in die Forschung und Entwicklung sollen neue Nutzungsmöglichkeiten für Hanf erschließen, insbesondere in den Bereichen Bauwesen, Textilien und Biokunststoffe.

  3. Nachhaltige Landwirtschaft unterstützen: Durch die Förderung von Hanf als Fruchtfolgepflanze können die Bodengesundheit verbessert und der Einsatz von chemischen Düngemitteln reduziert werden.


Zukunftsaussichten

Die angekündigten Gesetzesänderungen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Landwirtschaft in Deutschland. Industriehanf hat das Potenzial, eine Schlüsselrolle in dieser Transformation zu spielen.


BvCW-Geschäftsführer Jürgen Neumeyer ergänzt:

Man stelle sich vor, Händler und Produzenten von alkoholfreiem Bier würden Razzien unterzogen und bestraft werden, weil man sich aus dem Restalkohol einen Schnaps destillieren könnte. Ein solch aufwendige Extraktion findet in der Praxis auch beim Industriehanf nicht statt. Diese sinnlose Rauschklausel führte in den letzten Jahren zunehmend zu wirtschaftlichen Schäden und Insolvenzen. Die Abschaffung ist dringend erforderlich und freut uns dementsprechend sehr! Dies ist ein wichtiger Schritt für eine Neuetablierung der deutschen Industriehanfbranche. Wir sehen einem Entwurf aus dem BMEL mit Freude entgegen und werden auch das parlamentarische Verfahren weiter konstruktiv begleiten.” 


Mehr Informationen zu dieser Ankündigung finden Sie auf der Webseite der Cannabiswirtschaft und einen Überblick über detaillierte Positionen und Informationen finden Sie in der ELEMENTE-Schriftenreihe.

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