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Inhaltsverzeichnis
Deutsch-tschechisches Kooperationsprojekt Öllein beginnt mit der Arbeit
Preise für Naturfasern tendenziell rückläufig -19.01.2009
Biomasseaktionsplan für die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe - 17.01.2009
Internationales Naturfaserjahr 2009 ausgerufen - 10.01.2009
Hanfanbau stabil, Flachs auf wackeligen Füßen - 03.01.2009
Neuregelung der EU-Verarbeitungsbeihilfen für Flachs- und Hanf -14.07.2008
Trotz steigender Preise günstige Marktbedingungen für Naturfasern in technischen Anwendungsbereichen - 19.12.2007
EU-Kommission plant Beihilfen für Flachs- und Hanfverarbeitung bis 2008 zu verlängern - 23.09.2007
Flachsanbau 2007 in Europa mit unterschiedlichen Ergebnissen, Hoffnung auf gute Hanfernte - 15.09.2007
Flachsernte in Europa in vollem Gang, Optimale Hanfbestände in Deutschland - 15.07.2007
Neue Verarbeitungsanlage für Faserpflanzen - 09.07.2007
Der Autokonzern Daimler Chrysler zieht sich aus weltweiten Naturfaserprojekten zurück - 03.07.2007
Pilotanlage "Konservatfasern" am ATB Potsdam Bornim in Betrieb genommen - 20.05.2007
Markteinführungsprogramm Dämmstoffe aus NRW nochmals verlängert - 01.04.2007
Anbauerwartungen für Flachs und Hanf 2007 - 22.03.2007
Studie zu Gewinnungsmöglichkeiten von Fasern aus Öllein -21.02.2007
SachsenLeinen GmbH nach ISO 9001 erstzertifiziert - 10.10.2006
Abschlussworkshop zum Interreg-III Projekt über deutsch-tschechische Kooperation im Naturfaserbereich - 10.10.2006
Neues Unternehmen zur Hanffasergewinnung in Österreich gegründet - 01.08.2006
Besuch vom CELC und Belgischen Flachsverband in Waldenburg - 21.06.2006
Studie über naturfaserverstärkte Kunststoffe veröffentlicht - 27.05.2006
Markteinführungsprogramm „Dämmen mit Nachwachsenden Rohstoffen“ schwenkt langsam auf die Ziellinie ein - 07.05.2006
Bericht der EU-Kommission über die aktuelle Situation im Flachs- und Hanfsektor –30.04.2006
Flachsanbau in Tschechien rückläufig -19.04.2006
Ökoflachsanbau in Hessen - 26.03.2006
Steigender Erdölpreis-Chancen für Pflanzen- und Recyclingfasern - 26.03.2006

Deutsch-tschechisches Kooperationsprojekt Öllein beginnt mit der Arbeit

Durch die Sächische Aufbaubank (SAB) wurde am 24.02.2009 im Rahmen des Ziel 3-Programmes ein binationales Gemeinschaftsprojekt bewilligt, welches sich im Erzgebirge entlang der sächsisch-böhmischen Grenze mit der Mehrfachnutzung der Ölleinpflanze beschäftigt. Öllein ist eine Leinenzüchtung, die sich speziell der Samen in Ertrag und der Ölqualität verschrieben hat. Bei den Züchtungsarbeiten wurden die Fasern zwar vernachlässigt, stellen für technische Anwendungen aber trotzdem ein interessantes Potential dar. Die Kombination aus Samen- und Strohgewinnung kann der Pflanze in Zukunft eine wirtschaftlich bessere Stellung in der Agrarlandschaft sichern. In den Gebirgs- und Vorgebirgslagen des Erzgebirges wird  sie dann eine interessante Ergänzung in den getreidebetonten Fruchtfolgen darstellen.

Preise für Naturfasern tendenziell rückläufig -19.01.2009

Volle Faserlager in Frankreich und Weißrussland beeinflussen gegenwärtig die Preise sowohl für Langfasern als auch für technisch zu nutzende Flachsfasern. Der zögerliche Verkauf von Langfasern vor allem nach China hat zur Bildung eines nicht unerheblichen Faserstocks geführt. Fehlende Liquidität der Schwingereien beschleunigt daher gegenwärtig den Verkauf von Langfasern zu vergleichsweise niedrigen Preisen. Dem entsprechend haben auch die Preise für Werg für Vliesfasern nachgegeben. In Weißrussland wurde in diesem Jahr die seit vielen Jahren beste Ernte eingefahren. Hohe Lagerbestände an Fertiggeweben im Leinenkombinat Orscha und volle Lager an Rohstoffen aus vorherigen Ernten führen zu erhöhtem Exportdruck von Fasern nach Westeuropa. Noch sind die Preise durch die staatliche Kommission nicht festgelegt. Um am Markt konkurrenzfähig zu sein, kann auch hier mit Preisreduzierungen gerechnet werden.

 


Biomasseaktionsplan für die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe - 17.01.2009

Die Bundesregierung plant für 2009 einen nationalen Aktionsplan, der ein Gesamtkonzept für die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe zum Ziel hat. Die Vorbereitungen haben dazu begonnen und der DNV hat Vorschläge aus Sicht der Faserpflanzen-Branche unterbreitet. Damit besteht die Chance, dass die stoffliche Nutzung zukünftig eine Förderung erhält, wie sie für die energetische Nutzung schon seit Jahren gewährt wird.
Bedenkenswert ist hierbei, dass es im industriellen Sektor – anders als bei der Energieerzeugung – in vielen Bereichen vor allem langfristig keine Alternativen zu nachwachsenden Rohstoffen gibt, da die fossilen Rohstoffvorräte endlich sind.
Nun gilt es, geeignete Förderinstrumente zu entwickeln, die den Anbau von Agrarrohstoffen für die industrielle Nutzung in ähnlicher Größenordnung fördern, wie dies durch Steuervergünstigungen und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für die energetische Nutzung bereits seit fast einem Jahrzehnt ge- schieht.
Energiepflanzen werden zur Zeit mit durchschnittlich 1.600 €/ha (ungewichteter Durchschnitt) unterstützt, was einer Förderung von 250 €/t CO2-Einsparung entspricht.
Bei einem bundesweiten Anbau von Bioenergiepflanzen auf über 1,7 Millionen ha (Fläche 2008, Schätzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe) bedeutet dies ein jährliches Fördervolumen von über 2,7 Milliarden €.
Für eine Gleichbehandlung müsste der Hanf-anbau (CO2-Minderung von 3,4 t/ha) mit 850 €/ha bzw. 140 €/t Hanfstroh gefördert werden. Tatsächlich erhalten die Erstverarbeiter derzeit lediglich die Verarbeitungsbeihilfe von 90 €/t Fasern, was etwa 135 €/ha angebautem Faserhanf entspricht. Diese letzte Unterstützung soll 2012 im Zuge der Entkoppelung auslaufen.
Eine angemessene Förderung der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe ermöglicht es, den Hanfanbau wie auch den Flachsanbau mit neuen Verfahren für die Landwirtschaft wieder attraktiver zu machen.


Internationales Naturfaserjahr 2009 ausgerufen - 10.01.2009

Die Food and Agriculture Organisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) hat das Jahr 2009 zum Internationalen Naturfaserjahr erklärt. Damit wird das Ziel verfolgt, auf die Bedeutung der Faserpflanzen in der Landwirtschaft und der daraus gewonnenen Produkte hinzuweisen. So dienen Anbau und Verarbeitung von Pflanzenfasern in Gebieten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas als Einkommensquelle für die ländliche Bevölkerung. In Industriestaaten trägt ihr Anbau zur Auflockerung der meist getreidelastigen Fruchtfolgen bei. Der Einsatz von Naturfasern in modernen Industriegütern ermöglicht Leichtbaupotentiale auszunutzen, die vor allem im Fahrzeugbau zu Verbrauchsreduzierungen führt und CO2-Einsparungen ermöglicht.

Hanfanbau stabil, Flachs auf wackeligen Füßen - 03.01.2009

Die Anbauzahlen für Hanf in Europa liegen bisher nur als Schätzungen vor, für Flachs gibt es noch keine offiziellen Zahlen.
Die europäische Anbaufläche für Hanf ist im Jahr 2008 um etwa 10% zurückgegangen, was hauptsächlich durch die starke Flächenkonkurrenz aufgrund der hohen Preise für Getreide und andere Ackerfrüchte verursacht wurde. Für das Jahr 2009 ist eine deutliche Steigerung der Anbauflächen zu erwarten, da einerseits die Preise für Agrarrohstoffe gesunken sind, andererseits eine gute Nachfrage nach Fasern und Schäben herrscht.
Zudem sind die europäischen Verarbeitungskapazitäten deutlich gestiegen. In Großbritannien wurde bei der Fa. Hemcore eine neue Aufbereitungsanlage mit einer Kapazität zur Verarbeitung des Strohertrags von ca. 4.500 ha in Betrieb genommen und in Frankreich betreibt die Fa. Agrofibre ihr neues Werk in ähnlicher Größenordnung. Darüber hinaus plant das niederländische Unternehmen Hempflax nach Optimierungen und Kapazitätserhöhungen an seiner Anlage, in der Kampagne 2009 den Anbau von Hanf auf 1.000 bis 1.200 ha.
Weitere Anlagen sollen 2009 bis 2010 in Deutschland, Belgien und Litauen ihren Betrieb aufnehmen.
In Deutschland wurde 2008 auf insgesamt 885 ha Hanf angebaut. Damit konnte der Anbau trotz der starken Konkurrenz um Anbauflächen eine minimale Steigerung verzeichnen.
Nach Schätzungen der Marktbeteiligten in Frankreich (AGPL) und Belgien (AVB) verringerte sich die Flachsanbaufläche im laufenden Wirtschaftsjahr gegenüber der Ernte 2007 deutlich.
Auf dem Kongress des CELC in Venedig Anfang Oktober wurden Vermutungen geäußert, die in den drei „klassischen Anbauländern“ Frankreich, Belgien und den Niederlanden für die Aussaat 2008 einen Anbaurückgang um bis zu 30% (FR) voraussagen. Ob dieser Rückgang auch unter den rückläufigen Preisen für Agrarrohstoffe zutrifft, die seit Ende Oktober zu verzeichen sind, ist zumindest fraglich. Auch wird der Flachsanbau von der „einmalig hohen“ Verarbeitungsbeihilfe von 200 €/t Langfaser sicherlich positiv beeinflusst.
Die gemeldete Anbaufläche für Flachs betrug bundesweit insgesamt 42 ha und lag damit wieder leicht unter der Vorjahresfläche.
Allerdings wurden bei weitem nicht alle Flächen erfasst, so dass von einem deutlichen Anstieg der Flachsanbaufläche in Deutschland auszugehen ist.
Für 2009 ist mit steigenden Anbauflächen für Faserhanf zu rechnen.
Da der Faserflachs der Anbauflächen, die im Rahmen des TechnoFlachsprojektes in Sachsen und Brandenburg angebaut wurden nicht entsprechend EU-Marktordnung verarbeitet werden, sind diese Flächen in der BLE-Statistik nicht enthalten.

Neuregelung der EU-Verarbeitungsbeihilfen für Flachs- und Hanf -14.07.2008

Im Mai diesen Jahres hat die EU-Kommision die Vorschläge zum „Health Check" dem Rat vorgelegt, in dem auch Änderungen für den Faserpflanzenanbau vorgesehen sind. Danach soll die Verarbeitungsbeihilfe für lange Flachsfasern schrittweise bis 2013 „entkoppelt" werden und dann wahrscheinlich auslaufen. Die Verarbeitungsbeihilfe für Hanffasern und kurze Flachsfasern als Nebenprodukt der Flachslangfaserproduktion soll bereits im Wirtschaftsjahr 2009/2010 abgeschafft werden. Damit wird der Wettbewerb zwischen Flachs und Hanf deutlich zugunsten der Flachsindustrie verschoben, obwohl der Aufwand für Ernte und Fasergewinnung bei Flachs eine etwas höhere Bezuschussung rechtfertigt. Andererseits sind die Faserpreise im Langfasersektor auch deutlich höher und die dann nicht mehr bezuschussten Hanffasern müssen weiterhin mit dem Nebenprodukt aus der Langfaserproduktion konkurrieren.
Diese Entwicklung zeigt die Notwenigkeit auf, neue Wege der Gewinnung und Verarbeitung von Naturfasern zu suchen.

Trotz steigender Preise günstige Marktbedingungen für Naturfasern in technischen Anwendungsbereichen - 19.12.2007

Die Marktbedingungen für Naturfaseraufbereiter sind zur Zeit günstig. Die Hanffaserpreise folgen den steigenden Preisen für Flachsfasern und ermöglichen so eine wirtschaftliche Aufbereitung. Da jedoch Ackerflächen durch die gestiegenen Deckungsbeiträge anderer Kulturen wiederum höhere Strohpreise verursachen, ist für die Erstverarbeiter von 0,60 €/kg und mehr ab Werk notwendig, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Ob sich dieser Preis am Markt realisieren lässt, ist ungewiss.
Für die Schäben bietet der europäische Markt gegenwärtig gute Absatzmöglichkeiten, so dass die Bestände abgebaut werden können. Dabei spielt die Tiereinstreu eine entscheidene Rolle. Da jedoch dieser Bereich in seinem positiven Wachstum begrenzt ist, kann sich der Schäbenabsatz bei zunehmendem Hanfanbau erneut als problematisch erweisen. Trotz der gegenwärtigen Situation zeichnet sich eine teilweise Verlagerung der Wertschöpfung aus dem Hanfstroh von der Faser auf die Schäbe daher nicht ab.
Quelle: Deutscher Naturfaserverband e.V.

 


EU-Kommission plant Beihilfen für Flachs- und Hanfverarbeitung bis 2008 zu verlängern - 23.09.2007

Die Europäische Kommission beabsichtigt, die derzeitigen Regelungen für die Flachs- und Hanffasergewinnung um ein Jahr bis zum Wirtschaftsjahr 2008/2009 zu verlängern. Im kommenden Jahr ist eine grundsätzliche Prüfung des Sektors geplant, mit deren Ergebnissen Änderungen zur derzeitigen Regelung zu erwarten sind.
Quelle: TEXDEM b.v. 11.09.2007; DNV - persönliche Mitteilung


Flachsanbau 2007 in Europa mit unterschiedlichen Ergebnissen, Hoffnung auf gute Hanfernte - 15.09.2007

Wenn zur Raufzeit des Flachses Mitte Juli in Westeuropa noch mit einer mittleren Ernte gerechnet wurde, muss nun eingeschätzt werden, dass das Anbaujahr 2007 als sehr schlecht einzustufen ist. Die hohen Niederschläge über den gesamten August verteilt haben dazu geführt, dass ein großer Teil der Erntebestände nicht optimal geröstet und geborgen werden konnte. Über 50 % des Anbaues sind überröstet oder liegen als Totalverlust noch immer auf dem Feld.
Beim Verschwingen der Ernte 2007 wird durch die verminderte Faserfestigkeit mit geringen Langfaserausbeuten zu rechnen sein, was sich positiv auf die Wergmengen auswirkt. Durch die Totalverluste einiger Bestände werden die verfügbaren Mengen absolut aber geringer werden, auch wenn die Langfaserlager in Belgien und Frankreich noch hohe Bestände vorweisen.
In Osteuropa ist die Erntesituation eher gemischt. Wenn Russland und die Ukraine von ebenfalls schlechten Ernten sprechen, scheinen die belarussischen Erzeuger mit dem Jahr 2007 zufrieden zu sein. Hier werden hohe Mengen gute bis sehr gute Qualitäten prognostiziert zulasten der Papierfaserqualitäten.
Die Hanfernte in Deutschland ist gegenwärtig noch im vollen Gang. Sollte sich der langen Regenperiode nun eine trockene Phase anschließen, könnte die nun eingeleitete Röste optimal abgeschlossen werden und es in Verbindung mit den optimalen Wachstumsbedingungen im Frühjahr und Frühsommer ein super Hanfjahr werden.

Flachsernte in Europa in vollem Gang, Optimale Hanfbestände in Deutschland - 15.07.2007

Sowohl in West- als auch in Osteuropa hat vor einigen Tagen die Flachernte begonnen. Schon jetzt kann man resümieren, daß die Qualitäten in Ganzeuropa nicht den Erwartungen entspricht. Hohe Temperaturen im Frühjahr verbunden mit geringen Niederschlägen führte zwar zu Längenwachstum, nicht aber zur festen Faserausbildung. Die erwartete geringere Langfaserausbeute wird sich positiv auf verfügbare Mengen an Kurzfasern auswirken, was schließlich zu sinkenden Wergpreisen führen kann.
Abzuwarten bleibt jetzt die Feldröste beim Flachs. Im vergangenen Jahr hat sich diese in der lange Niederschlagsperiode im August durch Überröstung negativ auf die Faserqualität ausgewirkt.
Im Hanfanbau sind in diesem Jahr gute Erträge zu erwarten. Nicht selten haben die Bestände bereits 3 m-Pflanzenlänge erreicht. Bei dem derzeitigen Wechsel aus feuchten Tagen und hohen Sommertemperaturen ist das Ende der Wachstumsperiode noch nicht erreicht.

Neue Verarbeitungsanlage für Faserpflanzen - 09.07.2007

Im mecklenburgischen Luplow wurde eine neue Firma zur Gewinnung von Bastfasern gegründet. Die Nordhanf GmbH installiert gegenwärtig die am ATB Potsdam Bornim entwickelte neue Verarbeitungstechnologie zur Verarbeitung von Hanf- und Flachsstroh. Ziel des Unternehmens ist es Faserpflanzen in der Region Neubrandenburg anzubauen und die gewonnenen Naturfasern im vorrangig nichttextilen Anwendungsbereich zu vermarkten.

Der Autokonzern Daimler Chrysler zieht sich aus weltweiten Naturfaserprojekten zurück - 03.07.2007

Laut Spiegel beabsichtigt Daimler Chrysler sich aus weltweiten Öko-Projekten zurückzuziehen. So soll zum Beispiel die Förderung der Naturfaserfabrik Poematec im brasilianischen Belém vollständig auslaufen. Die Herstellung von Autositzen, Kopfstützen und Naturfaser-Karosserieteilen aus Kokosfasern und Latex war seit dem Umweltgipfel 1992 in Rio als besonders nachhaltiges Daimler Chrysler-Umweltprojekt verfolgt worden.
Quelle: Spiegel online, 03.05.2007

Pilotanlage "Konservatfasern" am ATB Potsdam Bornim in Betrieb genommen - 20.05.2007

Am 26.03.2007 erfolgte die feierliche Einweihung einer neuartigen Versuchslinie zur Aufbereitung und Verarbeitung von Hanfkonservat am Agrar-Technik-Institut Potsdam Bornim. Das Verfahren wurde am ATB entwickelt und ist weltweit patentiert. Es ermöglicht die Verarbeitung von feuchtkonservierten Naturrohstoffen im industrienahen Maßstab. Bei diesem Verfahren erfolgt das Häckseln des Hanfes aus dem grünen Bestand. Die Feucht-Konservierung verläuft ähnlich wie z. B. bei Mais zur Rinderfütterung in Horizontalsilos. Bei der Verarbeitung des kontinuierlich aus dem Silo entnehmbaren Konservates werden unter Verwendung der gesamten Pflanzenbiomasse Endprodukte hergestellt.
Die Vorteile dieser Verfahrenslinie bestehen in der Verminderung des Wetterrisikos zum Erntezeitpunkt im August und September, in der Reduzierung der Kosten der Faserrohstoffbereitstellung um ca. 50 % und in der Verarbeitung der gesamten Pflanzenmasse zu Endprodukten ohne Nebenprodukte und Verluste.
Produkte dieses Verfahrens können z.B. Bauplatten sein, die aus der gesamten Pflanzenmasse hergestellt werden.

Die Pilotanlage soll in den kommenden Jahren weiter entwickelt und praxistauglich gemacht werden. Es wird eine Halbierung der Investitions- und Verfahrenskosten gegenüber herkömmlichen Verfahren angestrebt.
Die Finanzierung erfolgte durch Fördermittel der EU sowie des Bund und des Landes.

Markteinführungsprogramm Dämmstoffe aus NRW nochmals verlängert - 01.04.2007

Zum zweiten Mal wurde das Markteinführungsprogramm für Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz verlängert. Unter den gleichen Förderbedingungen, wie bei der ersten Verlängerung, die Ende Dezember 2006 auslief, können private Bauherren Zuschüsse bis zum Ende des Jahres 2007 beantragen.

Anbauerwartungen für Flachs und Hanf 2007 - 22.03.2007

Aus den Erfahrungen aus Anbau und Vermarktung von Flachs und Hanf werden in den verschiedenen europäischen Anbaugebieten sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen für den Anbau 2007 gezogen.
Flachs:
In den Hauptanbauländern Westeuropas erscheint eine leichte Flächenreduzierung (Frankreich 10%, Belgien 20%, Niederlande 5%) warscheinlich. Ein Grund kann in den noch hohen Faserstrohbeständen gesehen werden, die auf eine Drosselung der Langfaserproduktion in den letzten Monaten zurückzuführen sind. Deshalb, und wegen der hohen Erträge in diesen klimatisch sehr gut geeigneten Gebieten, die weit über dem Durchschnitt liegen, werden Flachsfasern nicht zur "Mangelware".

Auch in Tschechien ist mit einem weiteren Rückgang des Flachsanbaues zu rechnen, da mit dem Schließen weiterer Schwingereien gerechnet wird.

In Russland, einem der größten Flachsanbauländer weltweit, wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einem Anbaurückgang gesprochen. Ob dieser tatsächlich eintreten wird, hängt von der Entwicklung der Nachfrage ab.
Da in Deutschland keine Verarbeitung von Flachs geplant ist, spielt diese Kulturart zu Zeit keine Rolle.

Einzig Weissrussland plant die Anbaufläche in diesem Jahr weiter auszudehnen und peilt eine Fläche von 75.000 ha an.

Hanf:
Bei Faserhanf ist wegen des gestiegenen Bedarfs der letzten Monate mit einer Ausdehnung der Anbaufläche zu rechnen. So ist auch in Deutschland davon auszugehen, dass die Anbaufläche wegen einer leicht gestiegen Nachfrage im gleichen Umfang zunehmen wird.

Studie zu Gewinnungsmöglichkeiten von Fasern aus Öllein -21.02.2007

Im Rahmen eines InterregIII-A Projektes wurden durch das Ing-Büro Pavel Kout, Humpolec in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Flachsverband und Sachsen-Leinen e.V. technische und wirtschaftliche  Möglichkeiten der Nutzung von Fasern aus Ölleinstroh im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet untersucht.
Öllein wurde zwar züchterich auf die Gewinnung großer ölhaltiger Leinensamen mit in hoher Qualität und Quantität gezüchtet. Trotzdem enthält das anfallende Ölleinstroh einen für technische Anwendung nutzbaren Anteil an Flachsfasern.
Bis in die Gegenwart stellt Ölleinstroh bei reiner Samennutzung eines ungeliebtes Beiprodukt dar, welches durch die Fasern nicht unproblematisch nach der Ernte in den Boden eingebracht werden muss.
Es wurden Technologien besprochen, mit denen eine Ernte von Ölleinstroh und eine Verarbeitung möglich sind. Im Ergebnis wurde festgestellt, daß es in verschiedenen Bereichen Verarbeitungsmöglichkeiten für Ölleinfasern gibt.

 


SachsenLeinen GmbH nach ISO 9001 erstzertifiziert - 10.10.2006

Nach erfolgreichem Audit ist SachsenLeinen GmbH am 09.10.2006 von der DEKRA nach Standard ISO 9001:2000 erstzertifiziert worden. In die Zertifizierung wurde neben den Bereichen Betreuung und Beratung zur Herstellung von Nauturfasern und Naturfaserprodukten auch der Handel und der Bereich FuE für Naturfasern einbezogen.  

Abschlussworkshop zum Interreg-III Projekt über deutsch-tschechische Kooperation im Naturfaserbereich - 10.10.2006

Am 05.10.2006 fand der Projektabschlußworkshop des INTERREG III-A-Projektes "Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen tschechischen und deutschen Naturfaserproduzenten und -verarbeitern" statt. Auf Einladung der Projektleitung, Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH,  Lengenfeld,  besuchten dazu tschechische und deutsche Projektpartner und Gäste die Lehmann MaschinenbauGmbH in Jocketa, die als Kooperationspartner aktiv an der Projektumsetzung beteiligt war. Einem fachtheoretischen Teil des Workshops, in dem die Projektergebnisse in Vorträgen präsentiert sowie Ausblicke auf künftige Möglichkeiten weiterführender Kooperationen gegeben wurden, schloß sich eine sehr konstruktive Diskussion an. Mit besonderem Interesse nahmen dieWorkshopteilnehmer an einer in die Veranstaltung integrierten Exkursion ins Technikum der Lehmann Maschinebau GmbH teil. Dort wurde u.a. verschiedene Maschinentechnik der Lehmann Maschinebau GmbH zum Aufschluß von Faserstroh sowie vom Ingenieurbüro für Naturfasertechnologie Dr. Jürgen Paulitz, Dresden, vorgestellte Mähtechnik besichtigt. Im Resümee kann festgestellt werden, dass mit der Projektrealisierung viele Hauptakteure auf dem Gebiet Naturfasern in der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland zusammengeführt und interessante multi- und bilaterale nachhaltige Kooperationen erreicht wurden. Vielfältige Willensäußerungen der Partner zur Fortsetzung der Zusammenarbeit unterstreichen das. Bis zum Jahresende wird im Ergebnis der Projektarbeit auch ein zweisprachiges Naturfaserhandbuch vorliegen, in dem wesentliche Erkenntnisse dokumetiert sind.
 

Neues Unternehmen zur Hanffasergewinnung in Österreich gegründet - 01.08.2006

Seit dem Frühjahr diesen Jahres gibt es in Österreich ein neues Unternehmen, welches sich mit der Herstellung von Hanffasern beschäftigt. Im Gegensatz zu den meisten Aufbereitungsunternehmen beabsichtigt die HSV Ges.m.b.H. Hanfthal die Fasern nicht in einer stationären Anlage, sondern direkt auf dem Feld zu gewinnen.
Dazu wurde bei einem deutschen Sondermaschinenbauer eine spezielle Ernte- und Aufbereitungsmaschine in Auftrag gegeben.
Erste Ergebnisse zur Wirtschaftlichkeit der neuen Technologie und den erzielbaren Faserqualitäten werden Ende August diesen Jahres erwartet.
Zusätzlich geplant ist die Ernte und Verarbeitung von Ölleinstroh nach dem Samendrusch.

Besuch vom CELC und Belgischen Flachsverband in Waldenburg - 21.06.2006

Der Vorsitzende des Europäischen Flachs- und Hanfverbandes (Confédération européenne du lin et du chanvre "CELC") Herr Jack Salmon sowie die Herren Albert Danekindt und Jan Demeuleneare vom Belgischen Flachsverband haben sich am 14.06.06 in Waldenburg über die Arbeit von SachsenLeinen informiert. Besonderes Interesse bestand in den Aktivitäten bei der technischen Nutzung von Bastfasern, sowohl bei Vliesstoffen als auch im NFC-Bereich.

Studie über naturfaserverstärkte Kunststoffe veröffentlicht - 27.05.2006

Durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wurde eine Broschüre über die Nutzungsvielfalt und in Marktchancen von naturfaserverstärkten Kunststoffen herausgegeben.
Wer sich über den WPC-Markt und wichtige Akteure informieren will, kann die Studie für 10,00 € erwerben. Sie ist unter der ISBN-Nummer 3-7843-3397-4 beim Landwirtschaftsverlag Münster erschienen.

Markteinführungsprogramm „Dämmen mit Nachwachsenden Rohstoffen“ schwenkt langsam auf die Ziellinie ein - 07.05.2006

Das Ende des zum zweiten Mal aufgelegten Markteinführungsprogramms für Dämmstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen ist nun langsam in Sicht. Bis Ende des Jahres haben Hausbauer die Möglichkeit, sich den Einbau von natürlichen Dämmstoffen vom Vater Staat mit bis zu 35 Euro/m³ fördern zu lassen. Eine weitere Verlängerung des Programms ist wohl nicht in Sicht.
Kurz vor dem Abschluss der ersten Auflage gab es einen wahren Ansturm auf den Fachhandel, der wegen fehlenden Produktionskapazitäten bei den Herstellern einen Teil der Interessenten nicht bedienen konnten. Da es in diesem Jahr sicherlich nicht anders wird, sollten sich potentielle Anwender bei Zeiten mit den Lieferanten in Verbindung setzen (siehe auch Produkte: Hanffaser - Dämmwolle zum Stopfen und Klemmfilz aus Flachsfasern).
 
 
 

Bericht der EU-Kommission über die aktuelle Situation im Flachs- und Hanfsektor –30.04.2006

Im Bericht an das Europäische Parlament und den Rat vom 17.03.2006 sollen die Auswirkungen der in der EU-Verordnung 1673/2000 eingeführten Verarbeitungsbeihilfe für Flachs und Faserhanf bewertet werden.
Es wurde festgestellt, dass sich die Anbauflächen beider Faserpflanzen im Vergleich zu den Anbaujahren vor der Einführung der Verarbeitungsbeihilfe wenig geändert hat und der Anbau damit stabilisiert werden konnte. 
 
Europäisches Flachsstroh wird weitgehend nach dem traditionellen Verfahren zur Gewinnung textiler Langfasern verarbeitet, welche in der Bekleidungsindustrie (50%), als Haushaltwäsche (20%), im Bereich Raumtextilien (13%) und zur Herstellung von Seilen und Filtern (17%) zum Einsatz kommen. Durch Verlagerung der Spinnereikapazitäten aus der EU in osteuropäische und asiatische Länder, werden Flachslangfasern zunehmend aus der EU exportiert. Ausgehend von einer Exportrate von 70% werden alleine in China 50% der Fasern versponnen.
Die Verwendung des anfallenden Schwungwerges setzt sich mengenmäßig auf die Einsatzbereiche wie folgt zusammen:
- 40% des anfallenden Schwungwergs wird in der Textilindustrie entweder als Werggarn oder als cottonisierte Faser in Verbindung mit Baumwolle, Wolle oder synthetischen Fasern verarbeitet.
- 34% der Wergfasern werden im Zellstoffbereich eingesetzt 
- 23% der gereinigten und gekürzten Fasern finden Verwendung in Verbundwerkstoffen
- 2,5% Fasern dienen zur Herstellung von Dämmstoffen , Geotextilien, etc. 
 
Faserhanfproduktion in der EU erfolgt ausschließlich nach dem Kurzfaserverfahren. Mit 86% der Verarbeitungsmenge (20.700 t) werden Hanffasern überwiegend im Papierbereich eingesetzt. Es folgen mit 10% und absolut 2.470 t Verbundwerkstoffe für die Kfz-Industrie. Die verbleibenden 4 % der EU-Hanffaserproduktion werden zu Dämmstoffen verarbeitet.
Um die Statistik rund zu machen, sei ein Blick auf den Gesamtumsatz beider Faserpflanzen erlaubt. Daraus ist ersichtlich, dass 90% des gesamten Umsatz des gemeinsamen Sektors über die Textilindustrie realisiert wird, gefolgt vom Zellstoffbereich mit 8%, den Verbundwerkstoffen mit 4% und anderen Vliesstoffanwendungen mit 1%.
 
Holt man sich nun die oben erwähnte Exportrate von Textilfasern (vor allem Langfasern) nach China von 50% in Erinnerung, zeigt dass, in welchen Abhängigkeiten sowohl die gesamte naturfasererzeugende Branche in der EU als auch die faserverarbeitenden Unternehmen sowohl in der Textilindustrie als auch in anderen Bereichen von Entwicklungen in Fernost stehen.  
 
 
 

Flachsanbau in Tschechien rückläufig -19.04.2006

Nicht nur die westeuropäische Flachsindustrie hat mit der Dominanz der Chinesen im textilen Leinenmarkt zu kämpfen. Auch in den "neuen" EU-Staaten spürt man den rauhen Wind der aus Fernost weht. In Tschechien zum Beispiel nahm der Anbau von Flachs und die Verarbeitungskapazitäten in den letzten Jahren deutlich ab. 3.500 ha Flachs werden in diesem Jahr in unserem Nachbarland zur Aussaat gebracht. Zur Wendezeit waren das noch über 10.000 ha. Auch bei der Verarbeitung von Flachs setzte in den letzten Jahren ein deutlicher Schwund ein. Von den über 10 Schwingereien werden gegenwärtig noch in 3 Anlagen Flachslangfasern produziert. Es arbeitet noch eine Hechelei, eine Naßspinnerei und eine Trockenspinnerei. Grund für diesen Rückgang wird im steigenden Lohnniveau in Tschechien gesehen, wodurch auch hier erste Abwanderungserscheinungen von lowcost-Technologien weiter nach Osten zu erkennen sind.
Ein tschechischer Flachsexperte verglich die aktuelle Situation der Flachsindustrie in Tschechien mit den letzten Stunden der Titanic: "Das Schiff sinkt aber die Kapelle spielt noch zum Tanz."
Perspektifisch wird es der Naturfaserindustrie in diesen Ländern nur gelingen, das Niveau der Vergangenheit zu halten, wenn sie neue Wege gehen. Polen macht dabei mit dem Aufbau eines großen Dämmstoffwerkes auf Basis von Hanffasern einen ersten großen Sprung.
 
 

Ökoflachsanbau in Hessen - 26.03.2006

Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes von Hess Natur und mehrerern Bio-Landwirten wird in Hessen seit 2005 wieder Flachs angebaut. Auf den Feldern rund um Gießen wurde der Flachs ohne Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln kultiviert und soll nach dem Verschwingen, Verspinnen und Verweben zu Hess Natur-Kleidern konfektioniert werden.
Das es sehr schwierig bis fast unmöglich ist, Flachs aus dem Stand ohne langjährige Erfahrung wirtschaftlich zu kultivieren, haben die Misserfolge beim Aufbau von Verarbeitungslinien in Deutschland in den 1980er und 1990er Jahren gezeigt. Sich dann auch noch bei einer Pflanze mit sehr langsamer Jugendentwicklung (und damit sehr hohen Konkurrenzdruck mit Wildkräutern) auf den Anbau von KbA-Flachs zu konzentrieren, ist wissenschaftlich sicherlich eine interessante Herausforderung, kann aber mit dem Ziel der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit nicht viel zu tun haben.
Quelle: www.hess-natur.de
 
 

Steigender Erdölpreis-Chancen für Pflanzen- und Recyclingfasern - 26.03.2006

Bis zum Jahr 2030 wird mit einer Verdreifachung des derzeitigen Erdölpreises gerechnet. Als sachlich begründbare Ursachen für diese Entwicklung sind der weltweit zunehmende Bedarf und die steigenden Erschließungsaufwendungen einerseits und die endliche Verfügbarkeit dieser Rohstoffe andererseits zu nennen. Heute verbrauchen 17% der Weltbevölkerung 55% der vorhandenen Energie.
Ähnliche Aspekte gelten auch für die Prognose eines ständig zunehmenden Faserrohstoffbedarfes für die Herstellung von Textilien. Aus Sicht der Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Textilien, insbesondere technischer Textilien gilt, unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclingfasern das Folgende zu beachten:
- Die Synthesefaserstoffe haben die größten Wachstumsraten, wobei der Anteil zur Herstellung von Synthesefasern derzeit max. 1% des Gesamtrohölverbrauches entspricht.
- Naturfasern, wie Baumwolle und Wolle können den zunehmenden Bedarf an Textilfasern durch fehlende zusätzliche Anbaufläche nicht abdecken. Außerdem sind diese Fasern nur begrenzt im tech-textilen Bereich einsetzbar.
- Einheimische textile Pflanzenfasern sind im tech-textilen Bereich durchaus eine interessante Alternative. Auch hier sind die Verfügbarkeit von Anbauflächen und die Gewinnungskosten zu beachten.
Quelle: Allgemeiner Vliesstoff-Report 1/2006 (Auszug)